Der Ötscher ist ein besonders attraktiver Gipfel, von dem man fast ein Drittel Österreichs überblickt. Seine Besteigung über den Rauen Kamm zählt zu den schönsten Touren in den gesamten Ostalpen und wird selbst für abgebrühte Bergfexe immer zu einem Erlebnis. Schon im 19. Jahrhundert wird die Tour als „Gang zwischen Himmel und Erde“ beschrieben, für den man einen Bergführer brauchte. Es gibt unzählige Sagen über den Ötscher, dessen in jeder Hinsicht herausragende Erscheinung die Menschen schon in grauer Vorzeit beschäftigte und der als Sitz der Hexen galt. Die Traumroute über den Rauen Kamm stellt allerdings Anforderungen an Kondition, Tritt-sicherheit und Schwindelfreiheit.
Anreise
A1 bis Ybbs, B25 bis Grubberg, B71 bis Maierhöfen, Landstraße bis Lackenhof; Bus bis Lackenhof.
Die Route
Lackenhof/Raneck – Bärenlacken – Rauher Kamm – Herrenstand – Ötschergipfel – Ötscherhaus. Entweder Talfahrt mit dem Sessellift oder zu Fuß über den Riffelsattel nach Lackenhof.
Gehzeit
Lackenhof/Raneck–Bärenlacken 1 Stunde Bärenlacken–Rauher Kamm–Gipfel 3 Stunden Gipfel–Ötscherschutzhaus 1 Stunde Schutzhaus–Lackenhof 1 Stunde gesamt 6 bzw. 7 Stunden, Höhenunterschied rund 1.100 m
Charakteristik
Anspruchsvolle Bergtour, für die man gutes Wetter und Übung im Felsgehen braucht. Einen Teil des Abstieges kann man sich durch den Sessellift ersparen.
Raststätten
Gasthäuser in Lackenhof, Ötscherschutzhaus (von 01.Mai bis 26.Oktober durchgehend geöffnet).
Wanderkarte
„Lust aufs Wandern“ (erh. b. Mostviertel Tourismus) Wanderkarte Ötscherland (erh. b. Ötscher Tourismusbüro)
Der besondere Tipp
Vom Einstieg des Rauen Kammes kann man in einem Abstecher die berühmten Höhlen Geld- und Taubenloch erreichen. Der Ötscher bietet eine besonders reiche Pflanzenwelt.